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  • Alex Backhaus

Private Krankenversicherung Beamte 2022

Aktualisiert: 31. Mai

In diesem Beitrag geht es um die Private Krankenversicherung für Beamte. Dabei gehen wir auf wichtige Grundlagen, sowie auf die Vor- und Nachteile ein und möchten Euch die entscheidenden Informationen mit auf den Weg geben.


Grundlagen der Privaten Krankenversicherung für Beamte

Beihilfeberechtigte Personen in Deutschland sind Beamtenanwärter, Beamte, Richter, Soldaten, Waisen einer beihilfeberechtigten Person, sowie pensionierte Beamte. Des Weiteren können auch Angehörige eines Beihilfeberechtigten unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Private Krankenversicherung für Beamte haben. Bei Eheleuten oder eingetragenen Lebenspartner darf diese Person im zweiten Jahr vor der Beantragung nur maximal 17.000€ bei einer unselbstständigen Tätigkeit verdient haben.


Ausserdem gilt:

Ein Waisenkind eines ehemals beihilfeberechtigten Elternteils ist ebenso zu 80% beihilfeberechtigt. Und der Beihilfesatz für Pensionäre (Beihilfeberechtigter+Eheparter) beträgt jeweils 70%.


Damit werden mindestens die Hälfte der beihilfefähigen Aufwendungen für Beamte übernommen. Den verbleibenden Teil der Kosten werden oftmals durch eine private Kranken- und Pflegeversicherung abgedeckt. Das liegt häufig darin begründet, dass ein freiwillig versicherter Beamter, den Versicherungsbeitrag komplett alleine tragen muss. Ein weiterer Beweggrund für eine privaten Krankenversicherung für Beamte sind individuellere und bessere Leistungsabdeckung zu nennen.

 

Private Krankenversicherung Beamte Kosten

Die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamte sind von mehreren Faktoren abhängig. Zunächst hängen die Kosten vom Einstiegsalter in einen bestimmten Tarif ab. Beispielhaft zahlt man mit 25 Jahren weniger als mit 26 Jahren beim Einstieg in denselben Tarif. Dann kommt es auf den Leistungsumfang der Tarife an. Wählt man einen Tarif mit sehr umfangreichen Leistungen zahlt man in der Regel mehr als bei einem Basis-Schutz. Hierzu empfiehlt sich definitiv ein gesellschaftsübergreifender Vergleich, da die Prämien der jeweiligen Gesellschaften häufig weit auseinandergehen.

Ebenso können die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamte durch Vorerkrankungen beeinflusst werden. Je nach Vorerkrankung kann es zu Beitragszuschlägen, Leistungsausschlüssen oder auch Antragsablehnungen kommen. Daher ist es bei eigener Unsicherheit sehr wichtig, sich von einem sachkundigen Experten eine anonymisierte Risikovoranfrage durchführen zu lassen. Dieser prüft mit dem aktuellen Status quo bei vordefinierten Gesellschaften und Tarifen, inwiefern eine Antragsannahme möglich ist.


Beispielrechnungen für eine private Krankenversicherung:


Bleibt man freiwillig gesetzlich versichert ist die Versicherungsprämie an das Einkommen gekoppelt. Der Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung beträgt 14,6%.

Der Zusatzbeitrag der jeweils individuell ist, kommt dann hinzu. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag beträgt 1,3%.

Dann kommt die Pflegepflichtversicherung hinzu. Der Beitragssatz für kinderlose Versicherte beträgt 3,3%. Also wie folgt: Brutto x 15,9% + Brutto x 3,3% = Versicherungsbeitrag in der GKV.


Beispielrechnung für GKV freiwillig gesetzlich versichert:

Leistungsunterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung

Die Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung sind in dem Sozialgesetzbuch (SGB V) geregelt. Da gilt das Wirtschaftichkeitsgebot. Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Die Leistungen in der privaten Krankenversicherung haben keinen festen Leistungskatalog. Diese können individuell gewählt werden, um eine optimale und Behandlung und Versorgung sicher zu stellen.


Ambulante Leistungsunterschiede

Stationäre Leistungsunterschiede

Zahnärztliche Leistungsunterschiede

 

Private Krankenversicherung Kosten im Alter

Die Ausblick der Kosten für eine private Krankenversicherung im Alter ist ein viel diskutiertes Thema. Insbesondere wenn mal wieder eine Beitragsanpassung ansteht, sollten objektiv die Ursachen und der Ausblick für die Zukunft objektiv bewertet werden.

Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung steigen - und werden auch in der Zukunft steigen.

Die Ursachen für den Kostenanstieg in der privaten Krankenversicherung sind vielfältig. Jahrzehntelang konnten PKV-Unternehmen einen hohen Rechnungszins zu Grunde legen und ein großes Polster für ihre Kunden erwirtschaften. Dieses ist durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank heute erheblich geringer. Des Weiteren bleibt bei einer gestiegenen Lebenserwartung und teurem medizinischen Fortschritt ein Kostenanstieg nicht aus.

Allerdings ist das kein alleiniges Problem der privaten Krankenversicherung, sondern ebenso der gesetzlichen Krankenversicherung. Beiträge werden mit der Zeit nach oben angepasst oder indirekt durch Streichung bestimmter Leistungen angepasst.

Ein weiterer Aspekt der privaten Krankenversicherung ist das Thema Altersrückstellungen. Dabei werden bis zum 60. Lebensjahr 10% des Krankenversicherungsbetrags als gesetzlicher Zuschlag zur Bildung von Altersrückstellungen angehäuft. Diese werden gebildet, um im Alter Beitragsanpassungen abzufedern. Bei jüngeren Versicherten wird mehr Prämie als notwendig eingesammelt, als es eigentlich notwendig wäre. Denn die Krankheitskosten sind in der Regel in jüngeren Jahren niedriger. Dadurch werden dem steigenden Kostendruck im Alter durch die angesparten Altersrückstellungen entgegengewirkt.



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