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Berufsunfähigkeitsversicherung - der umfassende Überblick

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  • Eine Berufsunfähigkeitsversicherung dient als Einkommensausgleich, wenn aufgrund von Krankheiten oder Unfall keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgegangen werden kann.

  • Ab dem Jahrgang 1961 gibt es bei Berufsunfähigkeit keine staatliche Unterstützung mehr.

  • Der Staat leistet nur bei Erwerbsunfähigkeit durch eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente, welche einen unzureichender Schutz darstellt.

  • Der Beitrag hängt unter anderem vom Einstiegsalter, Beruf und evtl. dem Gesundheitszustand ab.

  • Manche Vorerkrankungen können bei Antragsstellung einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu einem Beitragszuschlag oder Ablehnung führen.

  • Niemals im Alleingang Test-Anträge stellen, um die eigene Versicherbarkeit zu prüfen.

  • Mit Hilfe eines spezialisierten Versicherungsmaklers eine anonymisierte Risikovoranträge stellen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Inhaltsverzeichnis

Wie funktioniert die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wer vorübergehend oder dauerhaft aufgrund von Krankheiten oder Unfallfolgen nicht mehr arbeiten kann, braucht Geld. Denn die monatlichen Kosten laufen weiter und die müssen finanziert werden. Diese finanzielle Lücke wird mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung durch eine monatliche Rente abgedeckt.

In Versicherungsbedingungen einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung gilt man als berufsunfähig, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf mit einer voraussichtlichen Dauer von mindestens sechs Monaten nur noch zu 50 Prozent ausführen kann. Dann erhält man eine Auszahlung von 100 Prozent der vereinbarten monatlichen BU-Rentenhöhe.

Die monatliche BU-Rente wird längstens bis zum vereinbarten Endalter, meistens bis zum 67. Lebensjahr, ausbezahlt.

Dann endet nach heutigem Stand für die meisten versicherten Personen das Berufsleben. Neben der BU-Rente werden optional weitere finanzielle Leistungen durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ausbezahlt.

 

Der zuletzt ausgeübte Beruf

Ein wesentlicher Bestandteil der Berufsunfähigkeitversicherung ist der aktuelle Beruf. Im Leistungsfall wird genau geprüft, welche zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei Beantragung der BU-Rente bestand. Das ist im Wesentlichen die genauere Definition, da sich die Tätigkeiten in einem Berufsbild unterscheiden können.

Angenommen ein Ingenieur beantragt eine BU-Rente. Nun wird der Versicherer hinschauen, ob aufgrund von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall, die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht mehr ausgeführt werden kann.

Prognosezeitraum von 6 Monaten

Der Prognosezeitraum ist bei einem Leistungsantrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung von Bedeutung. Ein Arzt prognostiziert, dass die versicherte Person für mindestens 6 Monate die aktuelle Tätigkeit nicht mehr ausüben kann.

Daraus lässt sich eine Leistungspflicht des Versicherers ableiten. Jedoch kann es in manchen Fällen passieren, dass der Arzt keine Prognose über 6 Monate stellen kann, weil keine Eindeutigkeit besteht.

In diesen Fällen hilft ein fingierter Prognosezeitraum als Lösung. Wer bereits im Vorfeld der Beantragung der Leistung für sechs Monate als berufsunfähig galt, wird eine dauerhafte Berufsunfähigkeit unterstellt. Damit entfällt die Nachweispflicht in die Zukunft für eine Berufsunfähigkeit. In diesem Fall erhält man ab Tag 1 der tatsächlichen Berufsunfähigkeit rückwirkend die monatliche BU-Rente ausbezahlt.  

Mindestens 50 Prozent Einschränkung der Arbeitsfähigkeit

Die Bemessung der täglichen Arbeitsfähigkeit ist detailliert zu betrachten. Bei der sogenannten quantitativen Betrachtung der Arbeitsfähigkeit könnte man sagen, dass eine Reduktion der täglichen Arbeitszeit von 8 Stunden auf knapp 4 Stunden täglich eine Berufsunfähigkeit auslöst. Denn dann würde eine Einschränkung von mindestens 50 Prozent bestehen.

Allerdings geht es bei der Leistungsprüfung um eine ganzheitliche Betrachtung der jeweiligen Tätigkeit. Dabei wird geschaut, wie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ausgestaltet war. Es wird geschaut, wieviel zeitlichen Aufwand die jeweiligen Tätigkeiten veranschlagen. Hierbei geht es um die qualitative Betrachtung. Die ausschlaggebenden Tätigkeitsanteile erfüllen dann in der Regel eine Einschränkung von mindestens 50 Prozent.

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung auch für Studenten und Beamten sinnvoll?

Grundsätzlich ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für alle sinnvoll. Da es noch keine Glaskugel gibt, die einem voraussagt was in Zukunft auf jemanden zukommt, sollten diese finanziellen Risiken nach Möglichkeit abgefedert werden.

Die BU-Versicherung ist unverzichtbar für alle, die von ihrem Einkommen leben. Fällt dieses Einkommen durch Krankheit oder Unfall weg, können schwere finanzielle Probleme entstehen. Somit gehört diese Versicherung zu den elementaren Absicherungen.

 

Der Markt bietet eine Vielzahl von Angebote, die sehr gut bis weniger gut sind. Dabei sind erhebliche Leistungs- und Preisunterschiede vorhanden. Ein Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie eine professionelle unabhängige Beratung ist daher empfehlenswert.

Eignet sich die Berufsunfähigkeitsversicherung auch für Beamte?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte ist eine lohnenswerte Absicherung. Besonders in den ersten Jahren nach der Verbeamtung bestehen bei Krankheit und Unfälle keine Ruhegehaltsansprüche.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Kombination mit einer Dienstunfähigkeitsversicherung bzw. dem Einschluss einer "echten Dienstunfähigkeitsklausel". Wird der Beamte dienstunfähig erklärt, folgt der Versicherer bei einer echten Klausel dem Votum des Dienstherrn. Es stellt vereinfacht gesagt, ein vereinfachtes Anerkenntnis von Leistungen für Versicherte dar.

Es gibt große Unterschiede bei den Anbietern der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte. Echte und unechte DU-Klauseln, spezielle DU-Klauseln, Teil-Dienstunfähigkeitsversicherung sind dabei wichtige Themen. Eine gute Expertise in diesem Bereich ist notwendig, um die perfekte Absicherung zu erhalten.

Berufsunfähigkeitsversicherung schon für Studenten sinnvoll?

Ein Student übt zwar keine berufliche Tätigkeit im eigenlichen Sinne aus. Eine Berufsunfähigkeit für Studenten ist dennoch sinnvoll. Hierbei steht der nach dem Studium angestrebte Beruf im Vordergrund.

 

Wird der Student während des Studiums berufsunfähig, besteht keine Absicherung durch den Gesetzgeber. Dafür müsste der Student mindestens fünf Versicherungsjahre bei der gesetzlichen Rentenversicherung vorweisen.

Des Weiteren wird der Student in einer besonders günstigen Beitragsgruppe eingestuft. In der Kombination mit dem jungen Eintrittsalter in die Berufsunfähigkeitsversicherung profitiert man von einer großen Ersparnis, als wenn man die Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt.

 

Was leistet der Gesetzgeber bei Berufsunfähigkeit?

Eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung hat der Gesetzgeber zum 31.12.2000 abgeschafft. Ersetzt wurde es durch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. 

 

"Erwerbsminderung liegt vor, wenn aus gesundheitlichen Gründen die Leistungsfähigkeit und damit die Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist."

Beurteilt wird die verbliebende Resterwerbsfähigkeit. Dabei spielt der bisherige Beruf und Arbeitsmarktlage keine Rolle. Der Versicherte kann auf jede Tätigkeit des Arbeitsmarktes verwiesen werden.

Weiter wird unterschieden, ob es Anspruch auf eine volle oder halbe Erwerbsminderungsrente gibt:

  • Erwerbsfähigkeit unter 3 Stunden = volle EM-Rente mit maximal 34 Prozent vom letzten Bruttogehalt

  • Erwerbsfähigkeit von 3 Stunden bis unter 6 Stunden = halbe EM-Rente mit maximal 17 Prozent vom letzten Bruttogehalt

  • Erwerbsfähigkeit ab 6 Stunden = kein Anspruch auf EM-Rente

 

Die häufigsten Ursachen einer Berufsunfähigkeit

Die Ursachen einer Berufsunfähigkeit sind vielschichtig. Weit verbreitet ist dabei der Gedanke an einen Handwerker, der unglücklich vom Baugerüst fällt. Allerdings nehmen Unfälle nur einen relativ geringen Anteil der Ursachen ein.

Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates, Krebs sowie andere Krankheiten und psychologische Erkrankungen zählen im Jahr 2022 zu den Hauptursachen für Berufsunfähigkeit.

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Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten

Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind ein wichtiges Thema bei der Auswahl eines geeigneten Versicherungsschutzes. Ein Filter mit den leistungsstärksten Kriterien ergeben, auf die individuelle Situation zu geschnitten, ein optimales Preis-Leistungsverhältnis.

Zusätzlich empfiehlt es sich einen sogenannten Gesellschaftsfilter heranzuziehen. Dabei werden wichtige Kennzahlen der Gesellschaft in diesem Marktsegment wie z.B. Marktzugehörigkeit, Marktanteile, Servicequalität geprüft.

 

Diese Einflussfaktoren spiegeln sich am Ende im Preis wider. Darüber hinaus sind die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung sehr individuell zu betrachten, die nun aufgeschlüsselt werden.

 

Das Einstiegsalter

Wie bei allen Risikoabsicherungen spielt das Eintrittsalter bei den Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine tragende Rolle. Die goldene Regel: Wer in jüngeren Jahren bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung einsteigt, zahlt weniger, für dieselben Leistungen, als wenn man älter einsteigt.

Wir halten also fest: Ein Tarif mit bestimmten Leistungen kostet mit 18 Jahren weniger, als mit 19 Jahren. Daher macht es unbedingt Sinn, sich schon frühzeitig z.B. als Student mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Der Beruf

Der jeweilige Beruf wird bei den Versicherungsgesellschaften in bestimmte Risikogruppen eingestuft. Diese Gruppen gibt es in risikoarmen und riskostarken Ausprägungen. Für den Preis wird auch die Ausbildung sowie die Ausprägung des Berufes herangezogen.

 

Beispielsweise wirkt sich eine akademische Ausbildung beitragsmildernder aus, als eine Handwerksausbildung.

Ebenso spielen berufliche Einflussfaktoren wie z.B. ob eine kaufmännische, körperliche Tätigkeit oder auch Reisetätigkeiten eine wichtige Rolle.

Die BU-Rentenhöhe und Laufzeit

Eine hohe BU-Rentenhöhe kostet mehr Beitrag als eine niedrige BU-Rentenhöhe. Der Versicherer muss diese Leistungen einpreisen, damit auch die vertraglich zugesicherte Rente ausbezahlt werden kann.

Entscheidend ist an dieser Stelle eine bedarfgerechte Rentenhöhe zu wählen, um den Lebensstandard im Worst-Case aufrechterhalten zu können. Falls der Beitrag finanziell zunächst nicht zu stemmen ist, kann auch eine etwas niedrigere BU-Rentenhöhe gewähl werden. Diese kann man dann zu einem späteren Zeitpunkt anpassen. Allerdings wird für die Anpassung der Rentenhöhe immer das jeweilige Alter herangezogen.

Ebensfalls relevant ist die Laufzeit des Vertrages. Muss der Versicherer eine garantierte Rentenzahlung bis zum 55 Lebensjahr garantieren, wirkt sich das selbstverständlich beitragsmildernd aus. Für ein paar Euro weniger Beitrag ist ein Modell mit einer zu kurzen Laufzeit nicht empfehlenswert.

Denn statistisch gesehen niemand das Risiko berufsunfähig zu werden mit steigendem Alter zu. Wird man beispielsweise mit 55 Jahren berufsunfähig, muss eine finanzielle Lücke bis zum 67 Lebensjahr privat geschlossen werden. Bei einer BU-Rentenhöhe von monatlich 2000 Euro entsteht eine aufsummierte Lücke von 288.000 Euro.

Der Gesundheitszustand

Die Gesundheitsfragen sind für alle Beteiligten ein leidiges Thema. Allerdings gehört es zu Risikoabsicherungen wie einer Berufsunfähigkeitsversicherung dazu. Viele wissen nicht, wie man genau mit diesen Fragen umgehen soll. Daher ist es unbedingt ratsam, diese Fragen mit einem professionellem Experten zu klären.

Mittels einer anonymisierten Risikovoranfrage kann die individuelle Versicherbarkeit genau geklärt werden. Ziel des Ganzen ist es zu erkennen, welcher Versicherer für bestimmte Vorekrankungen das bestmögliche Angebot bereitstellt. Dabei sind in vielen Fällen große Unterschiede zu erkennen. Von einer Annahme des Antrags ohne Erschwernisse, bis zu Beitragszuschlägen und auch Ablehnungen.

Wichtig: Bitte niemals Test-Anträge bei den jeweiligen Gesellschaften stellen. Werden beispielsweise Anträge abgelehnt, führt dies zu Negativ-Eintragungen im HIS (Hinweis und Informationssystem der Versicherungswirtschaft).

Worauf bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Die Auswahl einer geeigneten Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein sehr komplexes Vorhaben. Daher werden wir in diesem Abschnitt auf wichtige Leistungspunkte eingehen, die auf jede Checkliste gehören.

Unabhängige Beratung aufsuchen

Wer sich Unterstützung beim Thema Berufsunfähigkeitsversicherung sucht, sollte sich einen konzernunabhängigen Berater suchen. Denn dieser bietet, bis auf eine wenige Ausnahmen, alle wichtigen Tarife am Markt an und kann so eine objektivere Perspektive als ein Versicherungsvertreter einnehmen.

Der Versicherungsmakler vertritt im Gegensatz zum Versicherungsvertreter per Gesetz die Interessen des Kunden. Die Wünsche und Ziele des Kunden stehen dabei im Vordergrund und bilden das Fundament für eine ideale Tarifauswahl.

Wer sich frühzeitig absichert, spart Geld

Diesen Aspekt kann man gar nicht oft genug wiederholen, denn dieselbe Berufsunfähigkeitsversicherung kostet in jüngeren Jahren weniger als bei einem späteren Abschluss.

Dieser Aspekt bietet ein hohes Einsparpotential von meistens mehreren tausend Euro über die gesamte Laufzeit. Des Weiteren ist man in jüngeren Jahren überwiegend gesünder und hat bessere Chancen von unliebsamen Beitragszuschlägen oder Leistungsausschlüssen verschont zu bleiben.

Die Wahl der richtigen BU-Rentenhöhe

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung dient als Einkommensausgleich bei längerer Krankheit. Daher sollte sich die BU-Rentenhöhe im Optimalfall an die eigene Einkommenshöhe richten.

 

Denn der Lebensstandard ist in dem meisten Fällen eng mit dem Einkommen verbunden. Mietausgaben, Lebenshaltungskosten, Kosten für Finanzierungen, Auto und Urlaub sind dabei nur einige Faktoren, die durchfinanziert werden müssen.

Bei hohen Einkommen macht es durchaus Sinn zu schauen, wie hoch die monatlichen Kosten sind. Denn einige Kunden, die mir begegnen, geben in diesen Fällen viel weniger aus, als sie einnehmen.

Die magische BU-Rentenhöhe von monatlich 1000€ sollte nicht unterschritten werden. Denn sonst ist die Grundsicherung höher als die Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Dynamik als Inflationsausgleich

Eine Dynamik sollte in jedem BU-Vertrag vorhanden sein, denn diese gleicht den Kaufkraftverlust (Inflation) über eine längere Laufzeit aus. Es ist ganz einfach: Wer heute 2000 Euro verdient, kann sich davon z.B. in 10 Jahren weniger leisten.

Beitragsdynamik: Mit einer Beitragsdynamik erhöht sich jedes Jahr zu einem festgelegten Prozentsatz sowohl die BU-Rentenhöhe als auch der Beitrag. Eine Dynamik von 3 Prozent ist Standard. Es besteht keine Verpflichtung, die Dynamik jedes Jahr anzunehmen.

Leistungsdynamik: Die Leistungsdynamik funktioniert ähnlich wie die Beitragsdynamik. Der Unterschied ist, dass sich BU-Rentenhöhe in der Auszahlungsphase um einen festgelegten Prozentsatz erhöht. Während die Beitragsdynamik als Leistungsbaustein nichts kostet, wird für die Leistungsdynamik anfangs ein Aufpreis für die Berufsunfähigkeitsversicherung beansprucht.

Nachversicherungsgarantien

Nichts bleibt so wie es ist. Das Leben ist von Veränderungen geprägt. Eine Nachversicherungsgarantie ist ein flexibles Instrument, um die BU-Rentenhöhe nach oben anzupassen, ohne erneute Gesundheitsprüfung des Versicherers.

Anlassbezogene Nachversicherungsgarantie:

Je nach BU-Tarif können verschiedene Anlässe wie zum Beispiel eine Heirat, die Geburt eines Kindes, ein Hauskauf, die Aufnahme einer Selbstständigkeit dazu genutzt werden, um die BU-Rente zu erhöhen.

Nachversicherungsgarantie ohne Anlass:

Hier kann zu bestimmten Zeitpunkten oder innerhalb von definierten Zeiträumen die BU-Rentenhöhe nach oben angepasst werden. Dabei dürfen die Fristen nicht versäumt werden. Eine gängige Form ist eine anlassunabhängige Nachversicherungsgarantie innerhalb der ersten fünf Versicherungsjahre.

Die korrekte Laufzeit

Einige Berufsunfähigkeitsversicherung werden leider oftmals mit einer kürzeren Dauer als bis zum Renteneintrittsalter gewählt. Das hat auch folgenden Grund: Bei einer kürzeren Laufzeit muss der Versicherer nicht so lange zahlen. Somit kann er den Vertrag für einen niedrigeren Preis anbieten. 

Allerdings kann sich das später einmal rächen. Denn das Risiko im Beruf mal auszufallen, steigt mit zunehmenden Alter. Das sollte einem bei Abschluss bewusst sein. Wenn beispielsweise das Endalter 65 gewählt wird, kann es passieren, dass die beiden letzten Jahre bis zum Renteneintritt selbst finanziert werden müssen.

Prognosezeitraum und Meldepflichten

Beim Prognosezeitraum gibt der Arzt eine Aussage darüber ab, wie lange die Berufsunfähigkeit mindestens andauern wird. Dies ist für die Anerkennung der Leistungspflicht wichtig. Daher sollte ein Tarif mit dem kürzesten Prognosezeitraum gewählt werden. Dementsprechend ein Prognosezeitraum von sechs Monaten. Umso länger der Arzt eine Prognose stellen muss, desto schwieriger wird es für ihn.

Ein Verzicht von Meldefristen kann für bestimmte Situationen sehr hilfreich sein. Dabei soll der Zeitraum der Meldung keinen Einfluss auf den Leistungsbeginn haben. Denn es kommt immer wieder vor, dass eine Antragsstellung auf einen Leistungsantrag erst viel später gemacht wird.

 

Dazu gibt es unterschiedliche Gründe. Am Ende sollte der Leistungsbeginn jedoch nicht erst mit der Meldung geschehen, sondern ab Tag 1 der tatsächlichen Berufsunfähigkeit.

 

Berufsunfähigkeitsversicherung Steuern

In welcher Form man Steuern für die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen muss, sollte invidiuell mit einem Steuerberater geklärt werden. Allgemein gibt es einen Freibertrag von 9.408 Euro pro Jahr (Jahr 2022). Renten bis zu einer Höhe von 784 Euro monatlich sind demnach steuerfrei.

Weiterhin ist die Art der Besteuerung abhängig von der gewählten Schicht, bei der die Berufsunfähigkeitsversicherung untergebracht ist. Die dritte Schicht kommt dabei am häufigsten vor.

Hierbei unterliegt die Besteuerung im Leistungsfall nach dem Ertragsanteil. Die BU-Rente wird als abgekürzte Leibrente behandelt. Dazu gibt es eine offizielle Tabelle, die Aufschluss darüber gibt. In den meisten Fällen fällt der Ertragsanteil so gering an, dass man meistens unter dem Freibetrag liegt.

 

Versicherbarkeit: Berufsunfähigkeitsversicherung mit Vorerkrankungen machbar?

Bestimmte Vorerkrankungen, Unfallverletzungen, angeratene Behandlungen können je nach Ausprägung und Umfang eine Antragsstellung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung erschweren. Beitragszuschläge für bestimmte Risiken, Leistungsausschlüsse und Ablehnungen kommen da schon mal vor.

An dieser Stelle muss gesagt werden, dass eine Antragsstellung für eine Berufsunfähigkeitversicherung mit der Diagnose Psychotherapie fast unmöglich ist. Das gilt es jedoch im Detail zu prüfen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen gibt es nicht. Denn alle Versicherer möchten darüber im Bilde sein, welches Risiko sie sich "einkaufen". Man stelle sich vor, jemand mit Voerkrankungen zahle denselben Beitrag wie eine gesunde Person. Dann könnte die vorerkrankte Person schneller von den Leistungen "profitieren". Das wäre nicht fair.

 

Allerdings bieten einige Versicherer aktionsweise BU-Tarife mit abgekürzten Gesundheitsfragen an. Diese Möglichkeiten sollten nicht ausser Acht gelassen werden. Manchmal passt die individuelle Situation zu den angebotenen BU-Versicherungen.

Ganz wichtig: Bei Vorerkrankungen immer eine professionelle anonymisierte Risikovoranfrage von einem Experten durchführen lassen. Dieser prüft die individuelle Situation und fragt die Versicherbarkeit bei mehreren Versicherern parallel an. Da die Versicherer unterschiedliche Risikoprüfungen haben, können da überraschend gute Ergebnisse erzielt werden.

Auch ganz wichtig: Unbedingt sollte man auf Test-Anträge bei den jeweiligen Versicherern verzichten, um die eigene Versicherbarkeit zu prüfen. Denn diese melden z.B. bei Antragsablehnungen ihre Ergebnisse dem Hinweis und Informationssystem (HIS). Alle Versicherer können dort Einsicht nehmen. Bei einem Negativeintrag ist es immens schwierig einen Versicherungsschutz gegen Berufsunfähigkeit zu finden.

 

Wo finde ich den idealen Tarif der zu mir passt?

Den idealen Tarif gibt es bei jedem Versicherer und ist ebenso auf den gängigen Vergleichsportalen zu finden.

Allerdings sollte man bei der Wahl nach einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung gut beraten sein. Denn diese Absicherung begleitet einen durch das gesamte Berufsleben als wichtige Risikoabsicherung.

Das gesamte Thema der Berufsunfähigkeitsversicherung ist äußerst komplex. Es empfiehlt sich daher einen geeigneten Profi in diesem Bereich zu kontaktieren, der einen fehlerfrei zu der geeigneten Absicherung lotst.

Falls Sie Kontakt zu einem Experten suchen, um Ihr Anliegen zu besprechen, dann nehmen Sie gerne Kontakt auf oder buchen direkt einen unverbindlichen Termin.

 

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Alexander Backhaus
Finanz- & Versicherungsmakler

Tel.: 0228 - 84255096

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