Gesetzliche Krankenversicherung steigt zum 01.01.2023

03. November 2022
3 Min. Lesedauer
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Wie unser derzeitiger Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereits angekündigt hat, wird zum Jahreswechsel die gesetzliche Krankenversicherung steigen. Dabei soll der Zusatzbeitrag auf 0,3% angehoben werden, um finanzielle Defizite in der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzufangen.

Bei Krankenkassen setzt sich der Beitrag aus einem allgemeinen Beitragssatz von 14,60% des Bruttoeinkommens und einem Zusatzbeitrag zusammen, der von Krankenkasse zu Krankenkasse variiert. Beide Beitragsteile werden hälftig vom Arbeitgeber übernommen.

Der Höchstbeitrag für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung für das Jahr 2023 sind 977,55€ pro Monat (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil, ohne Kinder).

Quelle: Auszug psp Software, Stand: 10.2022

Schauen wir uns nun mal exemplarisch 2 Berechnungen für das Jahr 2022 und 2023 im Höchstsatz an:

2022: 4.837,50€ (Beitragsbemessungsgrenze) x 15,90% (Allg. + Zusatzbeitragssatz)

= 769,16€ mtl. Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung

2023: 4.987,50€ (Beitragsbemessungsgrenze) x 16,20% (Allg. + Zusatzbeitragssatz)

= 807,97€ mtl. Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung

Durch die gestiegene Beitragsbemessungsgrenze (+150€) und dem erhöhten Zusatzbeitrag (+0,3%), hat  sich der Beitrag im Höchstsatz um 38,81€ pro Monat erhöht.

Der Zuschuss des Arbeitgebers für PKV-Versicherte erhöht sich im Jahr 2023 auf 403,99€ pro Monat.

Dazu kommt die gesetzliche Pflegepflichtversicherung:

Quelle: Auszug psp Software, Stand: 10.2022

2023:

4.987,50€ (Beitragsbemessungsgrenze) x 3,05% (mit Kindern) = 152,12€ pro Monat.

4.987,50€ (Beitragsbemessungsgrenze) x 3,40% (ohne Kindern) = 169,57€ pro Monat.

Der Gesamtbetrag aus der Kranken- und Pflegeversicherung im Höchstsatz beläuft sich ab 01.01.2023 auf 977,55€ im Monat (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil, kinderlos).

Dadurch ergibt sich eine Kostensteigerung zum Vorjahr um +43,39€ mtl. oder 4,4%.

Wie steigen die Kosten der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung im Vergleich?

Im Zeitraum von 2013 bis 2023 sind die Beiträge der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um durchschnittlich 3,4% pro Jahr gestiegen. Die Beiträge der Privaten Krankenversicherung (PKV) wurden um durchschnittlich 2,8% pro Jahr angepasst.

Das mag für viele nun überraschend klingen, denn in der öffentlichen Wahrnehmung werden vermehrt die Kostensteigerungen der Privaten Krankenversicherung thematisiert.

Denn die Beiträge der Gesetzlichen Krankenversicherung steigen jedes Jahr automatisch, ohne Kenntnisnahme der breiten Masse. Denn mit steigendem Einkommen steigt auch der Beitrag zur GKV. Zudem wird auch die Beitragsbemessungsgrenze für die Berechnung des Beitragssatzes regelmäßig nach oben angepasst.

Im Jahr 2013 lag der Höchstbeitrag zur GKV bei 575€. Weitere 10 Jahre später liegt der Höchstbeitrag 2023 bei 808€, was eine Steigerung von 40,5% ausmacht.

Somit wird auch ohne Anpassung eines Beitragssatzes eine regelmäßige Kostensteigerung ausgemacht.

Weiche Faktoren, wie z.B. Leistungskürzungen, die dann aus dem eigenen Portmonnaie zu tragen wären, sind da noch nicht mal mitberücksichtigt.

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